Archiv für die Kategorie ‘Trends’

Nichts für Pazifisten

Freitag, 11. Dezember 2009
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ein etwas krasseres Beispiel des Military Look aus den Winter-Previews

Wir haben uns in letzter Zeit eigentlich alle Trends für den Winter angeschaut, von Trenchcoats über Jeans bis hin zu Knitwear. Das sind die Sachen die tatsächlich schon Wirklichkeit sind. Auf den Mailänder Modeschauen im Sommer sah es aber eigentlich eher anders aus. Dort wurde für den Winter ein heftiger Military-Look(D&G, Burberry Prorsum usw.) prophezeit. Im Gegensatz zu den anderen Trends hat sich der aber nicht ganz durchsetzen können, da er wohl doch noch ein Stück krasser ist. Immerhin sieht man ab und zu tatsächlich Celebrities aus Musik und Fernsehen mit geknöpften Jacken im Militärstil bei öffentlich Events. Gerade auch durch Michael Jacksons neue Berühmtheit hat der Look wohl unter den Promis eine gewissen Anerkennung gefunden.

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und die Umsetzung von Burberry Prorsum auf abgeschwächte Art

Aber was gehört denn nun eigentlich zu einem ordentlichen Military Look? Früher hätte man gesagt, ganz klar ein Ganzkörpercamouflageanzug, aber das ist Vergangenheit, Military Look hat heute nichts mehr mit Camouflage zu tun, also hütet euch davor sowas zu tragen. Nein, der auffälligste Bestandteil sollte eine geknöpfte Jacke sein, die sich im Stil des Militärs aus dem letzten Jahrhundert hält. Obligatorisch sind natürlich die passenden Stiefel, die aber inzwischen sowieso jeder schon zu Hause hat. Auch die Hosen sollten eher vintage aussehen, also keine modern geschnittenen weiten Hosen oder gar Jeans. Man sieht schon, der Military Look bezieht sich hier eher auf das vergangene Jahrhundert und setzt damit eigentlich nur den Trend fort, dass die Designer sich immer ältere Epochen suchen, die sie wieder auferleben lassen wollen.

Bis jetzt ist mir noch niemand auf der Straße mit diesem Look begegnet und bei H&M gibts eigentlich auch keine entsprechenden Jacken. Das beides sollte als Indikator reichen, dass der Trend sich wohl noch nicht durchgesetzt hat und es diesen Winter auch nicht, wie versprochen, durchsetzen wird. Vielleicht nächsten Winter, falls den Designern bis dahin nichts neues einfällt.

[siehe auch: fashionbeans]

[Bildquelle: fashionandbeauty]

Retro auf dem Vormarsch

Dienstag, 08. Dezember 2009
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die Frühlingskollektion von Deluxe ist klassisch british und doch jung geblieben

Ich werd das Gefühl nicht los, dass umso mehr Kollektionen ich mir in letzter Zeit anschau, desto mehr Retroklamotten sehe ich. Neben den klassischen Herstellern wie Burton, Junk Deluxe und Co. gibt es jetzt auch immer mehr Mainstreamlabel die auf alten british Chique umsteigen. Klar Retro ist irgendwie immer ein Trend, allerdings wurden wir Männer in letzter Zeit ja eher davon verschont, da die Trends bei Männern seit Jahren ja eher zu neuen Stoffen gehen, die durch die technischen Errungenschaften jetzt billiger hergestellt werden können. Genauso entwickelt sich das Design bei Männern eher zu Layering, als zu klassischen Zusammenstellungen wie zum Beispiel Hemd – Jacke – Hose.

Wenn es Retrotrends gab, dann bezogen die sich eher auf die nahe Vergangenheit, ich denke da an die engen Röhrenjeans für Männer und die Lederschuhe. Der klassische britische Stil, der langsam Trend zu werden scheint, bezieht sich allerdings eher auf die 50er und 60er Jahre der britischen Mode, enthält also durchaus auch ein paar Styles, die man so nicht aus dem Mainstream kennt.

Die Marke Deluxe hat jetzt ihre Kollektion für den Frühling 2010 vorgestellt, welche sich selbst “1956″ nennt und damit kennt man auch schon die Zeit, auf die die Kollektion abzielt. Normalerweise sieht man in den Kollektionen, die sich an klassischer britischer Mode orientieren eher viele Brauntöne und schlichte Designs. Ganz anders Deluxe, die sich anscheinend auf die Mode der jungen Generation der 60er konzentrieren. Sportjacken, Hemden und Hosen in allen Farben, jedoch mit klassischem Schnitt, zeichnen die Kollektion aus. Mal eine ganz gesunde Abwechselung zu den Sepia- und Grautonfotos der anderen Hersteller. Das ist glaube ich auch die erste Kollektion dieses Trends, der ich es zutrauen würde, sich im Mainstream zu etablieren.

[siehe auch: slamxhype]

[Bildquelle: uristocrat]

Kalt und nass

Samstag, 05. Dezember 2009
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ein britischer Raincoat von Aquascutum

Ja der Titel sagt schon, wie es draußen gerade so ist. Aber was zieht man da am besten an? Naja kommt natürlich auf den persönlichen Stil an, aber genau für dieses Wetter sollten Raincoats ja gemacht sein und jede Menge Hersteller und Artikel im Netz sagen, dass Regenmäntel genau das Accessoire für mich sind, wenn ich keine Regenschirme mag. Also her mit so einem Teil, übergeworfen und rausgegangen. Aber Moment mal, ich hab doch gar keinen Raincoat.

Ist aber eigentlich auch nicht schlimm, denn bei so einem Mantel kann man fast nichts falsch machen, außer ihn zu eng zu kaufen. Die dunklen rauen Regenmäntel passen exakt in den Herbstrend, da sie sich super zu Lederschuhen tragen und mit anderen Kleidungsstücken im  Layering kombinieren lassen. Klar gibt es auch ein paar Sachen, die man nicht zu einem Raincoat anziehen sollte. Jeans passen meistens farblich und thematisch nicht und Mützen sehen meistens einfach nur lächerlich aus. Generell gibt es eigentlich keine wirklichen Accessoires außer Schals, die zu Regenmänteln gut passen.

Auch wenn es bei den Regenmänteln sicher leichte Trends gibt, so blieb das Bild des Mantels bisher lange gleich. Vor allem in Schwarz und relativ schlicht präsentieren die meisten Firmen ihre Mäntel. Eigentlich auch nicht verwunderlich, das der Mantel selbst ja nur bei Regen übergeworfen wird und so für die meisten Männer kein wirkliches Kleidungsstück darstellt. Von Aquascutum stammen ein paar neue aktuelle Raincoats, die wenigstens diesen gewissen englischen Chique mitbringen. Im Gegensatz zu Macs, kann man diese Art von Regenmänteln, dann tatsächlich fast nur zu formaler Kleidung, also Anzug und Anzugshosen tragen, was sicher ein Nachteil dieser Mäntel ist.

Im Gegensatz zu den Herstellern, die Regenjacken rausbringen, gibt es relativ wenig Hersteller, die Regenmänteln designen, der Trend scheint hier also im Moment auch ganz klar gegen den Mantel zu laufen, wenn man sich die Marktsituation anschaut. Gerade deswegen sollte es aber leichter sein, sich mit einem Raincoat von der Masse abzuheben.

[siehe auch: fashionbeans, fashion-guy]

[Bilquelle: aquascutum]